Kirche San Salvario
Die Kirche von 1646 in der Via Nizza, direkt beim Bahnhof Porta Nuova, gab dem Viertel den Namen. Gestiftet von Maria Cristina von Frankreich, betreut von den Serviten.
Stadtviertel
Gleich hinter dem Bahnhof Porta Nuova beginnt San Salvario: Altbauten, eine Synagoge im maurischen Stil, eine neugotische Waldenserkirche und abends volle Straßen zum Aperitivo. Am Po wartet der Parco del Valentino mit Schloss und Mittelalterdorf.
ab39,00 €pro Person
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San Salvario liegt südöstlich der Altstadt und beginnt direkt am Bahnhof Porta Nuova. Turismo Torino nennt es „das Viertel neben dem Bahnhof Porta Nuova“ und eines der beliebtesten Viertel junger Turiner. Im Norden begrenzt der Corso Vittorio Emanuele II das Viertel, im Osten der Po mit dem Parco del Valentino, im Westen die Bahngleise.
Verwaltungstechnisch gehört San Salvario zur Circoscrizione 8, zusammen mit Borgo Po, Cavoretto, Nizza Millefonti, Lingotto und Filadelfia.
Das Straßenbild ist ein Raster aus Wohnhäusern des 19. Jahrhunderts mit Läden, Cafés und kleinen Lokalen im Erdgeschoss. Die wichtigsten Achsen sind die Via Nizza am Bahnhof entlang, die Via Madama Cristina in der Mitte und der Corso Massimo d’Azeglio am Park. Dazwischen liegt mit dem Largo Saluzzo der kleine Platz, um den sich abends vieles dreht.
Zur Piazza Castello und zu den Sehenswürdigkeiten der Innenstadt gehst du über die Via Roma. San Salvario eignet sich deshalb gut als Abschluss eines Stadttags: tagsüber Museen im Zentrum, nachmittags in den Valentino-Park, abends zum Aperitivo ins Viertel.
Seinen Namen hat das Viertel von der Kirche San Salvario in der Via Nizza, gleich neben dem Bahnhof. Maria Cristina von Frankreich, die Witwe Herzog Vittorio Amedeos I., stiftete sie 1646 und übergab sie den Serviten. Damals lag die Kirche noch weit vor der Stadt, an der Straße zu ihrer Sommerresidenz, dem Castello del Valentino.
Bebaut wurde die Gegend erst im 19. Jahrhundert, als Turin über seine alten Grenzen hinauswuchs und der Bahnhof Porta Nuova entstand. In dieses neue Stadterweiterungsgebiet zogen auch zwei Religionsgemeinschaften, die bis dahin kaum Rechte hatten. Mit dem Edikt vom 17. Februar 1848 erkannte König Carlo Alberto die bürgerlichen Rechte der Waldenser an, im März 1848 folgte die Gleichstellung der Juden.
Kirche, Waldenserkirche, Synagoge und Moschee liegen nur wenige Straßen voneinander entfernt. Nicht zuletzt deshalb gilt San Salvario als das multikulturelle Viertel Turins.
Es sind Gotteshäuser, keine Museen. Bitte respektiere Gottesdienste und frag vor Fotos im Inneren.
Die Kirche von 1646 in der Via Nizza, direkt beim Bahnhof Porta Nuova, gab dem Viertel den Namen. Gestiftet von Maria Cristina von Frankreich, betreut von den Serviten.
Neugotische Waldenserkirche von 1853 am Corso Vittorio Emanuele II 23, Architekt Luigi Formento. Sie entstand fünf Jahre nach der Gleichstellung der Waldenser im Jahr 1848.
Der Tempio Israelitico an der Piazzetta Primo Levi 12 wurde 1884 fertig, im eklektischen, maurisch geprägten Stil. Besuche nur mit Voranmeldung über torinoebraica.it.
Gebetsraum der Associazione Culturale Islamica di San Salvario in der Via Saluzzo 18 – kein Ausflugsziel, aber Teil dessen, was das Viertel ausmacht.
Tagsüber ist San Salvario ein ruhiges Wohnviertel. Ab dem frühen Abend füllen sich die Straßen. Turismo Torino beschreibt das Viertel als Adresse für Restaurants, Trattorien und Clubs – vor allem junge Turiner kommen hierher.
Die meisten Bars liegen dicht beieinander. Schwerpunkte sind laut dem Lärmschutzplan der Stadt Turin der Largo Saluzzo und die Via Saluzzo, die Via Belfiore, die Via Berthollet, die Via Sant’Anselmo und die Via Baretti. Am Wochenende stehen die Gäste dort bis spät in die Nacht auf der Straße.
Typisch ist der Aperitivo am frühen Abend: ein Getränk, oft ein Wermut aus Turin, dazu kleine Speisen. Wird daraus ein Abendessen, heißt es „Apericena“. Mehr dazu, wie der Aperitivo in Turin funktioniert, findest du auf unserer Seite zum Aperitivo in Turin. Wie der Turiner Wermut entstand, erklären wir separat.
Einzelne Bars empfehlen wir bewusst nicht: In San Salvario öffnen und schließen Lokale ständig. Am besten läufst du ab dem Largo Saluzzo los und schaust, wo es dir gefällt.
Weitere Ausgehviertel sind das Po-Ufer vom Valentino bis zur Piazza Vittorio Veneto und das Quadrilatero Romano in der Altstadt.
San Salvario ist ein normales Wohn- und Ausgehviertel. Abends sind viele Menschen unterwegs, vor allem am Wochenende. Es gelten die üblichen Großstadtregeln:
Wer eine ruhige Nacht sucht, sollte wissen: Rund um den Largo Saluzzo kann es am Wochenende bis spät laut sein.
Am Ostrand von San Salvario zieht sich der Parco del Valentino am Po entlang. Turismo Torino nennt ihn den ältesten und bekanntesten Park der Stadt. Angelegt wurde er Mitte des 19. Jahrhunderts vom Gartenarchitekten Barillet-Deschamps als öffentlicher Park.
Der Eintritt ist frei. Am Eingang steht der Arco monumentale all’Artigliere, ein Triumphbogen von Pietro Canonica aus dem Jahr 1930. Es gibt Spielplätze, einen Fahrradverleih und Erfrischungsstände.
Im Park liegen drei Ziele, die du dir merken solltest:
Am schönsten ist der Park an einem sonnigen Nachmittag: Spaziergang am Ufer, Ruderer auf dem Po und Blick hinüber zu den Hügeln. Wer lieber radelt, findet unten zwei Radtouren, die durch den Park führen.

Das Schloss am Po gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe „Residenzen des Königshauses Savoyen“. Emanuele Filiberto erwarb das Anwesen 1564. Seine heutige Form erhielt es unter Christina von Frankreich, der „Madama Reale“, die es von Carlo di Castellamonte nach französischem Geschmack umbauen ließ. Seit 1906 ist es Sitz des Politecnico di Torino; heute ist hier die Architekturfakultät untergebracht.
Besichtigung: Weil im Schloss studiert und gearbeitet wird, ist es nicht frei zugänglich. Das Politecnico bietet kostenlose Führungen an, für die du dich online auf castellodelvalentino.polito.it anmelden musst. Sie laufen samstagvormittags in einzelnen Zeiträumen, 2026 im Sommer und im September. Die Führungen sind auf Italienisch und dauern rund eine Stunde. Gezeigt werden die Säle des Piano nobile, der Säulensaal und die Kapelle.
Die Plätze sind begrenzt und schnell vergeben. Prüf vor deiner Reise, ob gerade Termine angeboten werden. Die Fassade siehst du vom Park aus jederzeit.

Der Borgo Medievale ist kein echtes Mittelalterdorf. Er entstand für die Esposizione Generale Italiana von 1884 unter Leitung von Alfredo d’Andrade. Häuser, Läden und die Burg (Rocca) sind Nachbildungen von Bauten und Einrichtungen des 15. Jahrhunderts aus dem Piemont und dem Aostatal.
Wichtig für deine Planung: Borgo und Rocca sind seit dem 1. Januar 2024 wegen Restaurierung geschlossen. Turismo Torino nennt als Ende der Arbeiten 2027. Die offizielle Website borgomedievaletorino.it meldet „chiuso al pubblico“ ohne Datum. 2026 hat die Stadt Turin außerdem ein Verfahren für einen neuen Betreiber eingeleitet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise gibt es deshalb derzeit nicht. Sobald der Borgo wieder öffnet, ergänzen wir sie hier.
Die Adresse ist Viale Virgilio 107, am Südende des Parks am Po.

Stand 1. Oktober 2026, laut den offiziellen Seiten und Turismo Torino.
| Ort | Geöffnet | Offizieller Eintritt |
|---|---|---|
| Parco del Valentino | frei zugänglich | frei |
| Castello del Valentino | nur bei Führungen des Politecnico, mit Online-Anmeldung | frei |
| Borgo e Rocca Medievale | geschlossen (Restaurierung seit 1. Januar 2024) | – |
| Orto Botanico, 1. Oktober bis 15. November 2026 | Sa 14:30–18:00 Uhr, So und Feiertage 10:00–18:00 Uhr | 7,00 €, ermäßigt 5,00 € |
| Orto Botanico, 16. November 2026 bis 26. März 2027 | für Einzelbesucher geschlossen | – |
Orto Botanico: Eingang Viale Mattioli 25, letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung, keine Reservierung nötig. Ermäßigt sind u. a. Kinder von 6 bis 12 Jahren und Besucher ab 65, unter 6 Jahren ist der Eintritt frei. Mit der Torino + Piemonte Card zahlst du 5,00 €. Aktuelle Zeiten: ortobotanico.unito.it.
Ein Rundgang für einen Nachmittag, der in den Aperitivo übergehen kann. Start ist der Bahnhof Porta Nuova, Ziel der Valentino-Park am Po.
Vom Bahnhof Porta Nuova gehst du in die Via Nizza. Gleich hinter dem Bahnhof steht die Kirche San Salvario von 1646, die dem Viertel den Namen gab.
Zurück Richtung Norden erreichst du am Corso Vittorio Emanuele II 23 die neugotische Waldenserkirche von 1853.
Ein paar Straßen weiter im Viertel steht die Synagoge von 1884 im maurischen Stil. Von außen kannst du sie jederzeit ansehen, für einen Besuch innen brauchst du eine Anmeldung.
Über die Via Saluzzo, vorbei an der Moschea Omar, kommst du zum Largo Saluzzo, dem kleinen Platz im Herzen des Viertels. Merk dir die Straßen rundherum für den Abend.
Richtung Po stößt du auf den Corso Massimo d’Azeglio und betrittst den Parco del Valentino. Achte auf den Arco monumentale all’Artigliere von Pietro Canonica, der einen der Parkeingänge markiert.
Im Park erreichst du das Castello del Valentino am Viale Mattioli 39. Gleich daneben liegt der Botanische Garten – am Wochenende geöffnet, bis 15. November 2026.
Folge dem Ufer nach Süden bis zum Borgo Medievale. Er ist zwar geschlossen, der Weg am Fluss lohnt sich trotzdem.
Zum Abschluss gehst du zurück ins Viertel rund um den Largo Saluzzo. Wer müde ist, nimmt die Metro ab Dante oder Nizza an der Via Nizza.
Eine eigene Führung nur durch San Salvario haben wir bei den großen Anbietern nicht gefunden. Diese zwei Radtouren führen laut Anbieter durch das Viertel bzw. den Park und verbinden das mit den Highlights der Innenstadt.

Dreistündige E-Bike-Tour in kleiner Gruppe (max. 8 Personen): Piazza San Carlo, Palazzo Reale, Mole, Aussichtspunkt Monte dei Cappuccini, Valentino-Park und das Viertel San Salvario. Sprache: Englisch. Teilnahme ab 14 Jahren und ab 155 cm Körpergröße.
ab 39,00 €
Details & Buchung
Dreistündige Fahrradtour zu den Residenzen, durch den Parco del Valentino mit dem Giardino Roccioso und zum Palazzo Carignano. Fahrrad und Helm inklusive. Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch.
ab 30,00 €
Details & BuchungBei beiden Touren ist laut Anbieter eine kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vorher möglich. Weitere Rundgänge findest du bei unseren Stadtführungen in Turin. Auch die rote Linie des Hop-on-Hop-off-Busses fährt laut Anbieter am Valentino-Park vorbei.
Alle Tickets, Tarife und Tipps zu Bus, Tram und Metro stehen auf unserer Seite zum Nahverkehr in Turin.
Für San Salvario selbst brauchst du keinen Pass: Park, Castello-Führungen und die Gotteshäuser sind kostenlos. Mit der Torino + Piemonte Card zahlst du im Botanischen Garten den ermäßigten Eintritt von 5,00 €. Das Castello del Valentino gehört zwar zu den Residenzen des Royal Pass, ist aber ohnehin frei. Richtig lohnen sich beide Karten für die Museen und Schlösser in der Innenstadt und im Umland – welche besser zu dir passt, zeigt unser Vergleich Torino Card vs. Royal Pass.

Südöstlich der Altstadt, zwischen dem Bahnhof Porta Nuova, dem Corso Vittorio Emanuele II und dem Po mit dem Parco del Valentino. Das Viertel gehört zur Circoscrizione 8.
Von der Kirche San Salvario in der Via Nizza, die Maria Cristina von Frankreich 1646 stiftete. Das Viertel um sie herum entstand erst im 19. Jahrhundert.
Nein. Borgo und Rocca Medievale sind seit dem 1. Januar 2024 wegen Restaurierung geschlossen. Turismo Torino nennt 2027 als Ende der Arbeiten, ein offizielles Datum für die Wiedereröffnung gibt es nicht (Stand Oktober 2026).
Nur bei kostenlosen Führungen des Politecnico di Torino, für die du dich online auf castellodelvalentino.polito.it anmelden musst. Sie finden samstagvormittags in einzelnen Zeiträumen statt, 2026 im Sommer und im September, und sind auf Italienisch.
Nein, der Park ist frei zugänglich. Eintritt kostet nur der Botanische Garten: 7,00 €, ermäßigt 5,00 €.
Rund um den Largo Saluzzo und in den Straßen daneben, etwa Via Saluzzo, Via Belfiore, Via Berthollet, Via Sant’Anselmo und Via Baretti. Dort liegen viele Bars für den Aperitivo dicht beieinander.
Das Viertel ist abends sehr belebt. Es gelten die üblichen Großstadtregeln: Wertsachen gut verstauen, belebte Straßen wählen und den dunklen Valentino-Park nachts nicht allein durchqueren.
Ja, aber nur nach Anmeldung bei der jüdischen Gemeinde über torinoebraica.it. Von außen kannst du den Bau an der Piazzetta Primo Levi jederzeit ansehen.
Für den Norden des Viertels Porta Nuova, für den Largo Saluzzo und die Mitte des Viertels etwa Marconi oder Nizza, für das Castello und den Valentino-Park Nizza oder Dante.