
Nahverkehr in Turin
Metro, Tram und Bus: Fahrpreise, kontaktlos zahlen und das ermäßigte Ticket für Inhaber der Torino Card.
Auto, ZTL & Parken
Turins Zentrum ist mit Kameras gesichert, im Winter gelten Fahrverbote für ältere Diesel. Hier steht, wann du in die Innenstadt fahren darfst, wo du parkst und wann du das Auto besser stehen lässt.

Für die Stadt selbst: nein. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander im Zentrum, zwischen Piazza Castello, Via Po und dem Quadrilatero Romano. Den Rest erledigen Metro, Straßenbahn und Bus des Verkehrsbetriebs GTT. Ein Auto in der Innenstadt kostet dich vor allem Zeit für die Parkplatzsuche und birgt das Risiko eines Bußgelds von einer ZTL-Kamera.
Sinnvoll ist das Auto für die Anreise und für Ausflüge ins Umland, zum Beispiel in die Langhe und nach Barolo, nach Alba oder zum Lago Maggiore. Unsere Empfehlung: Auto am Hotel oder in einem Parkhaus abstellen und in der Stadt mit dem Nahverkehr oder zu Fuß unterwegs sein.
Diese Seite fasst die Regeln zusammen. Maßgeblich sind immer die Angaben der Stadt Turin und von GTT – sie ändern sich gelegentlich. Die Links zu den offiziellen Seiten findest du in jedem Abschnitt.
ZTL steht für Zona a Traffico Limitato, eine Zone mit beschränktem Verkehr. Turin hat mehrere davon, mit sehr unterschiedlichen Zeiten. Die Zufahrten werden von Kameras überwacht (varchi), Schranken gibt es nicht. Wer ohne Genehmigung durchfährt, bekommt den Bußgeldbescheid später per Post – bei Mietwagen über die Vermietung.
Die große ZTL umfasst das historische Zentrum. Sie ist montags bis freitags von 7:30 bis 10:30 Uhr für Fahrzeuge ohne Genehmigung gesperrt. Samstags, sonntags und an Feiertagen gilt keine Sperre.
Die Grenze bilden grob Corso Vittorio Emanuele II, Piazza Carlo Felice, Corso Re Umberto, Corso Matteotti, Via Vittorio Amedeo II, Corso Palestro, Corso Regina Margherita, Piazza della Repubblica, Corso San Maurizio, die Uferstraßen am Po und Corso Cairoli. Auf diesen Grenzstraßen selbst darfst du fahren.
Laut Stadt Turin kontrollieren Kameras an 27 Zufahrten, dazu kommen weitere Kontrollpunkte im Inneren. Motorräder und Mopeds dürfen ohne Genehmigung in die ZTL Centrale. Elektroautos brauchen dagegen eine eigene Genehmigung – sie sind nicht automatisch frei.
Details und die Karte: ZTL Centrale bei der Stadt Turin.
Die für Busse und Straßenbahnen reservierten Straßen und Spuren (strade e corsie riservate al trasporto pubblico) sind täglich von 7:00 bis 20:00 Uhr gesperrt, auch am Wochenende und an Feiertagen. Das ist die Falle, in die Besucher am häufigsten tappen: Die ZTL Centrale ist nachmittags frei, die Busspuren darin aber nicht.
Achte deshalb auf die Schilder „Corsia riservata“ und „Bus“ auf der Fahrbahn. Auch eine Genehmigung für Hotelgäste deckt diese Spuren nur am An- und Abreisetag ab (siehe unten).
Die ZTL Area Romana ist ein Bereich in der Altstadt. Er ist jeden Tag von 21:00 bis 7:30 Uhr für Durchfahrt und Parken gesperrt, auch an Feiertagen.
Wer abends zum Essen oder zum Aperitivo ins Zentrum fährt, sollte das Auto vorher in einem Parkhaus abstellen.
Fußgängerzonen (ZTL Pedonale) sind rund um die Uhr gesperrt, an allen Tagen. Dazu gehören viele Straßen und Plätze im Zentrum.
Auch der Park Parco del Valentino am Po ist eine eigene ZTL und rund um die Uhr für Autos gesperrt. Zum Park kommst du zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus und Tram.
| Zone | Gesperrt | Tage |
|---|---|---|
| ZTL Centrale | 7:30–10:30 Uhr | Mo–Fr, nicht an Feiertagen |
| Busspuren und Busstraßen | 7:00–20:00 Uhr | täglich, auch Feiertage |
| ZTL Area Romana | 21:00–7:30 Uhr | täglich, auch Feiertage |
| Fußgängerzonen | 0–24 Uhr | täglich |
| ZTL Valentino (Park) | 0–24 Uhr | täglich |
Quelle: Stadt Turin, Stand Oktober 2026. Im Sommer setzt die Stadt die ZTL Centrale und die Parkgebühren zeitweise aus (2026: 10. bis 23. August) – nicht aber Busspuren, Fußgängerzonen, Area Romana und Valentino.
Liegt dein Hotel innerhalb der ZTL Centrale, kann es für dich eine nachträgliche Ausnahme beantragen. Laut GTT, die die ZTL-Genehmigungen abwickelt, funktioniert das so:
Unser Rat: Melde dein Kennzeichen sofort bei der Ankunft an der Rezeption und frag nach, welche Zufahrt du nehmen sollst. Offizielle Angaben: GTT – Gäste von Hotels.
Blau markierte Parkplätze kosten Gebühren. Die Gebührenpflicht gilt laut GTT montags bis samstags von 8:00 bis 19:30 Uhr, in einigen Zonen bei Krankenhäusern nur bis 18:30 Uhr. Weiße Linien bedeuten in Italien in der Regel kostenloses Parken (Zusatzschilder beachten), gelbe Linien sind für Sonderberechtigte reserviert, etwa Lieferverkehr oder Menschen mit Behinderung – dort parkst du nicht.
Die Stadt ist in vier Tarifzonen eingeteilt:
Welcher Tarif gilt, steht am Parkautomaten. Die Zonen zeigt die Karte von GTT.
Bitte beachte: In der ZTL Centrale gilt auch für Parkende die Zufahrtssperre am Vormittag. Ein bezahlter Parkplatz in der Zone ersetzt keine Genehmigung.

Die bequemste Lösung für einen Tag in der Innenstadt ist ein Parkhaus. GTT betreibt in Turin über 20 Parkhäuser. Die freien Plätze zeigt die Echtzeit-Übersicht. Zwei zentrale Beispiele:
Diese Regel gilt für alle öffentlichen Parkhäuser innerhalb der ZTL Centrale. Ausgenommen sind laut Stadt nur die Parkhäuser Roma, San Carlo, Vittorio, Re Umberto und Galileo Ferraris, die von außen angefahren werden. Fährst du nach 10:30 Uhr oder am Wochenende ein, betrifft dich die Sperre ohnehin nicht.
Alle GTT-Parkhäuser mit Adressen und Tarifen: Parkhäuser bei GTT.
Am günstigsten parkst du am Stadtrand. GTT bietet an mehreren Parkhäusern ein Park&Ride-Tagesticket für 5,50 € an: Es enthält das Parken und Fahrten im gesamten Stadt- und Vorortnetz für diesen Tag. Die Stunde Parken kostet dort sonst 0,50 €.
Die Metro hält auch an den Bahnhöfen Porta Susa und Porta Nuova. Wie du dort weiterkommst, steht auf unserer Seite zu den Bahnhöfen in Turin.

Unabhängig von der ZTL gelten in Turin Fahrverbote für ältere Fahrzeuge. Sie betreffen das Stadtgebiet und werden im Winterhalbjahr verschärft, wenn die Feinstaubwerte steigen. Die Euro-Klasse deines Autos steht in der Zulassungsbescheinigung (in Deutschland im Feld „14“ der Zulassungsbescheinigung Teil I). Bei Mietwagen fragst du die Vermietung.
Rund um die Uhr und an allen Tagen dürfen in Turin nicht fahren:
In der Saison vom 15. September 2026 bis 15. April 2027 kommt dauerhaft dazu:
Das ist die Grundstufe der Smog-Ampel (semaforo antismog, Stufe 0 „grün“).
Sagt die Umweltbehörde Arpa Piemonte für drei Tage in Folge hohe Feinstaubwerte voraus, schaltet die Ampel auf Stufe 1 (orange) oder Stufe 2 (rot). Dann gilt:
Die Stadt gibt Änderungen montags, mittwochs und freitags bekannt, sie gelten ab dem Folgetag. Fährst du im Winter mit einem Diesel nach Turin, prüf die aktuelle Stufe kurz vor der Fahrt.
Die Regeln der Stadt Turin gelten nur dort. Andere Gemeinden im Piemont haben teils eigene Regeln – wer Ausflüge plant, schaut am besten bei der jeweiligen Gemeinde nach.
Vom Flughafen und vom Bahnhof kommst du gut ohne Mietwagen ins Zentrum, in der Stadt sind Metro, Tram und Bus schneller als das Auto.

Metro, Tram und Bus: Fahrpreise, kontaktlos zahlen und das ermäßigte Ticket für Inhaber der Torino Card.

Bus, Zug und Taxi vom Flughafen Turin-Caselle in die Stadt im Vergleich.

Porta Nuova, Porta Susa und Lingotto: Welcher Bahnhof wofür und wie du weiterkommst.
Wer das Auto stehen lässt und viele Museen besuchen will, fährt mit der Torino + Piemonte Card gut: Sie enthält freien Eintritt in die großen Museen und Residenzen. Karteninhaber bekommen in der Touristeninformation außerdem einen ermäßigten GTT-Fahrschein für 48 oder 72 Stunden.

Die große ZTL Centrale ist montags bis freitags von 7:30 bis 10:30 Uhr gesperrt, nicht an Samstagen und Feiertagen. Busspuren sind täglich von 7 bis 20 Uhr gesperrt, die ZTL Area Romana täglich von 21 bis 7:30 Uhr, Fußgängerzonen und der Valentino-Park rund um die Uhr.
In die ZTL Centrale ja, sie ist am Wochenende nicht gesperrt. Busspuren, Fußgängerzonen, der Valentino-Park und nachts die Area Romana bleiben aber auch am Wochenende tabu.
Die Zufahrten sind mit Schildern „Zona a Traffico Limitato“ und den Sperrzeiten gekennzeichnet, die Kameras stehen direkt an den Zufahrten. Schranken gibt es nicht. Verlass dich nicht allein auf dein Navi und lies die Schilder.
Bei Hotels, die bei der Stadt registriert sind, ja: Du gibst beim Check-in dein Kennzeichen an, das Hotel beantragt die Ausnahme nachträglich. Sie gilt für die reservierten Straßen und Spuren am An- und am Abreisetag. Frag vor der Anreise, ob dein Hotel teilnimmt.
In den blauen Zonen je nach Tarifzone 1,20 € bis 2,80 € pro Stunde, gebührenpflichtig montags bis samstags von 8 bis 19:30 Uhr. Im Parkhaus Roma – San Carlo – Castello zahlst du tagsüber 2,00 € pro Stunde. Am günstigsten ist Park & Ride: 5,50 € pro Tag inklusive Fahrten mit Bus, Tram und Metro.
Die offizielle App heißt GTT – SostAPP. Damit bezahlst du in den blauen Zonen minutengenau. Auch Apps anderer Anbieter werden akzeptiert, außerdem die Parkautomaten mit Münzen oder Karte.
Für das Zentrum eignet sich das Parkhaus Roma – San Carlo – Castello zwischen Piazza Castello und Piazza Carlo Felice, da du dort kein Kennzeichen für die ZTL melden musst. Günstiger ist das Park&Ride-Parkhaus Fermi an der Metro-Endstation, von dort fährst du mit der Metro in die Stadt.
Ja, bei öffentlichen Parkhäusern innerhalb der ZTL Centrale musst du das Kennzeichen am Einfahrtstag bis 11 Uhr beim Betreiber angeben, wenn du während der Sperrzeit einfährst. Ausgenommen sind die Parkhäuser Roma, San Carlo, Vittorio, Re Umberto und Galileo Ferraris.
Das hängt von der Euro-Klasse ab. Vom 15. September 2026 bis 15. April 2027 dürfen Diesel Euro 3 und 4 montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr nicht fahren. Bei Smog-Alarm (Stufe orange oder rot) gilt das täglich und auch für Euro 5. Diesel bis Euro 2 sind ganzjährig ausgeschlossen.
Nein. Italienische Autobahnen kosten Maut nach gefahrener Strecke, bezahlt wird an der Ausfahrt bar, mit Karte oder per Telepass. Eine Vignette brauchst du nur, wenn du durch Österreich oder die Schweiz fährst.
Ja. Auch reine E-Autos brauchen für die ZTL Centrale eine Genehmigung, die online bei der Stadt beantragt wird. Motorräder und Mopeds dürfen dagegen ohne Genehmigung hinein.
Für die Stadt selbst nicht, das Zentrum erkundest du zu Fuß und mit dem Nahverkehr. Für Ausflüge in die Langhe, nach Alba oder zum Lago Maggiore ist ein Auto dagegen praktisch.